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Nachhaltigkeitsrating

Nachhaltigkeit als Wertbildner

„Wir untersuchen und bewerten die nachhaltigen Immobilieneigenschaften (mit sowohl objektbezogenen als auch marktbezogenen Kriterien) Ihrer Immobilie.“

1 Aus Sicht der Wirtschaftswissenschaften können Immobilien einerseits als eine Kapitalanlage oder Sachvermögen (investitionstheoretisches Verständnis), andererseits als ein Produktionsfaktor (produktionstheoretisches Verständnis) angesehen werden. Für die Wertermittlung einer Immobilie ist die Nutzung und nicht die physische Produktion (u.a. Herstellungskosten) entscheidend, d.h. es sind nicht die historischen Herstellungskosten wertbestimmend, sondern der Wert wird dadurch bestimmt, welche Honorierung die Nutzung durch den Markt erfährt.

Nachhaltigkeit als Megatrend hat bereits Einzug in die Immobilienwirtschaft gehalten. Die Immobilienwirtschaft, die eine der großen Branchen der Wirtschaft darstellt, werden durch den hohen Ressourcenverbrauch beim Bau und Betrieb einer Immobilie maßgebliche Verantwortung zur Verbesserung der vorherrschenden Situation zugeschrieben. Dementsprechend ergibt sich für die Immobilienwirtschaft als auch der Immobilienbewertung ein großes Potential hinsichtlich des Beitrages zum „nachhaltigen Wirtschaften“ und der Erkennung von zukünftigen Chancen und Risiken. „Blue buildings” benötigen “blue processes with rating risk and opportunity sustainability”. Nachhaltigkeit ist keine Einmalmaßnahme, sondern versteht sich als fortlaufender Optimierungsprozess am gesamten Immobilienbestand und an dessen Lebenszyklus. Die spezifischen Ausprägungen von Nachhaltigkeit (z.B. Gebäudestruktur, Recyclingfähigkeit, Flexibilität) bei Immobilien integrierbar. Dabei sind gesellschaftliche, wirtschaftliche und umweltrelevante Entwicklungen vorausschauend einzubeziehen. In Bezug auf eine zukünftige Immobilienentwicklung im Rahmen der Nachhaltigkeit ist es unabdingbar, sich mit den zukünftigen Entwicklungen der sozialen, ökonomischen und ökologischen Faktoren zu beschäftigen und zu analysieren, wie diese sich auf die Wertigkeit und Nutzbarkeit der Immobilien und somit auf die Werthaltigkeit einer Immobilie auswirken.

Die Nachhaltigkeit bei Immobilien stellt einen entsprechenden Einfluss auf das Risiko und die Wirtschaftlichkeit dar. Es gibt Untersuchungen zur Hypothese, dass die Vernachlässigung bzw. Fehlen eines für die einzelne Immobilie kritischen Nachhaltigkeitskriteriums zu einem höheren Risiko und zu Ertragseinbußen führen kann. Immobilien, die auf kommende Marktentwicklungen (mit gleichsam folgenden Wertewandel und Forderungen der Gesellschaft bzw. des Marktes) bereits gerüstet sind, werden somit wahrscheinlich über eine bessere Werteentwicklung und größere Robustheit gegenüber herkömmlichen Immobilien verfügen. Somit rücken die Kenntnis und die Einschätzung der Risiken (und Chancen) nachhaltiger Gebäudeeigenschaften in die risikobezogene Wertermittlung stärker in den Vordergrund.

1 Vgl. Nachhaltigkeitsaspekte im Bewertungskontext, 2014, Matt, S. 58

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